- Betreiber
- BSI
- Zweck
- NIS2-Registrierung und Vorfallsmeldungen
- Zugang
- Mein Unternehmenskonto (ELSTER)
- Bezug zu NIS2
- Zentrale Meldeschnittstelle
- Stand
- Juni 2026
- Redaktion
- Compliance Compass
Was ist das BSI-Portal?
Das BSI-Portal ist die zentrale digitale Anlaufstelle für NIS2-Pflichten in Deutschland. Während die Begriffe BSI und zuständige Behörde die Institution beschreiben, bezeichnet das BSI-Portal konkret das technische Werkzeug: die Online-Plattform, über die betroffene Unternehmen den Kontakt zur Behörde abwickeln. Hier registrieren sich Einrichtungen und reichen ihre Vorfallsmeldungen ein – das Portal ist damit der praktische Berührungspunkt zwischen Unternehmen und Aufsicht.
Wofür man es nutzt
- Registrierung als betroffene Einrichtung
- Mehrstufige Meldungen bei Sicherheitsvorfällen (24h-Frühwarnung, 72h-Meldung, Abschlussbericht nach einem Monat)
- Verwaltung der Kontakt- und Stammdaten der Einrichtung
Zugang über ELSTER
Der Zugang erfolgt in der Regel über Mein Unternehmenskonto (MUK) mit ELSTER-Zertifikat – dasselbe Verfahren, das viele Unternehmen aus der Steuerkommunikation kennen. Dadurch ist der Login an die bereits etablierte Identität des Unternehmens gebunden, ohne dass ein zusätzliches Anmeldesystem aufgebaut werden muss.
Das Portal im NIS2-Ablauf
Das Portal ist die Schnittstelle zum BSI als zuständiger Behörde. Seit dem Inkrafttreten von NIS2 am 6. Dezember 2025 ist es der verbindliche Weg, um den Registrierungs- und Meldepflichten nachzukommen. Die Erst-Registrierungsfrist lief am 6. März 2026 ab; eine Nachregistrierung über das Portal bleibt möglich.
Ein Szenario aus dem Klinikalltag
Ein IT-Sicherheitsverantwortlicher eines Klinikbetreibers richtet das Unternehmenskonto frühzeitig ein und hinterlegt zwei Kontaktstellen. Als nachts ein Verschlüsselungsangriff erkannt wird, kann der Bereitschaftsdienst sofort im BSI-Portal die 24-Stunden-Frühwarnung absetzen, ohne erst Zugangsdaten beantragen zu müssen. Im Anschluss reicht das Team innerhalb von 72 Stunden die ausführlichere Meldung mit einer ersten Einschätzung zu Ursache und Auswirkungen nach und ergänzt diese später um den Abschlussbericht. Dieser vorbereitete Zugang entscheidet im Ernstfall darüber, ob die enge 24-Stunden-Frist und die weiteren gesetzlichen Meldefristen eingehalten werden.
Weiterführende Quelle: BSI – NIS-2-regulierte Unternehmen
Häufige Fragen
Was ist das BSI-Portal?
Das BSI-Portal ist die zentrale Online-Plattform des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, über die sich NIS2-pflichtige Unternehmen registrieren, ihre Stammdaten pflegen und erhebliche Sicherheitsvorfälle melden. Es ist der praktische Berührungspunkt zwischen Unternehmen und Aufsichtsbehörde. Seit dem Inkrafttreten von NIS2 am 6. Dezember 2025 ist das Portal der verbindliche Weg, um den Registrierungs- und Meldepflichten nachzukommen.
Wie meldet man sich am BSI-Portal an?
Der Zugang zum BSI-Portal erfolgt in der Regel über Mein Unternehmenskonto (MUK) mit einem ELSTER-Zertifikat, also dasselbe Verfahren, das viele Unternehmen bereits aus der elektronischen Steuerkommunikation mit dem Finanzamt kennen. Dadurch ist der Login an die bereits etablierte Identität des Unternehmens gebunden, ohne dass ein zusätzliches Anmeldesystem aufgebaut werden muss. Empfehlenswert ist es, mehrere Kontaktstellen zu hinterlegen.
Wann sollte man den Zugang zum BSI-Portal einrichten?
Den Zugang zum BSI-Portal sollte man möglichst frühzeitig einrichten, denn im Ernstfall bleibt für die Frühwarnung nach NIS2 nur 24 Stunden Zeit, gefolgt von einer Vorfallsmeldung binnen 72 Stunden und einem Abschlussbericht binnen eines Monats. Wer den Zugang erst nach einem Vorfall beantragt, riskiert ein Verfehlen dieser gesetzlichen Meldefristen. Die Erstfrist zur Registrierung lief am 6. März 2026 ab, eine Nachregistrierung bleibt möglich.